Sifa 3.0 - Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit Berlin / Ludwigshafen
Veranstaltungsart
- Live-Online, Präsenz, SOL
Praxisformat
- Betriebliche Praxis
Förderung
- Förderfähig mit Bildungsgutschein
An wen richtet sich die Weiterbildung?
Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) richtet sich an Ingenieur*innen, Techniker*innen oder Meister*innen aller Branchen.
Sie ist genau das Richtige für alle, die über eine technische, handwerkliche oder naturwissenschaftliche Ausbildung verfügen und ihre Berufserfahrung einsetzen wollen, um Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen zu übernehmen.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Voraussetzung für eine Teilnahme an der Ausbildung zur Sifa sind
- Abschluss als Meister*in, Techniker*in oder Ingenieur*in (Bachelor/Master) und
- mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in einem dieser Berufe.
Alternativ ist eine Zulassung zur Ausbildung möglich, wenn Sie eine gleichwertige Tätigkeit über mindestens vier Jahre nachweisen können. Bitte sprechen Sie uns für eine Einzelfallentscheidung: über eine Beratungsanfrage, per Mail oder Telefon an.
Was erreiche ich mit der Weiterbildung?
Als Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen Sie Unternehmen darin, sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Sie arbeiten als Stabstelle, Teil eines HSE-Teams oder als externer Dienstleister.
Zu Ihrer Verantwortung gehört das Analysieren von Arbeitsprozessen, um Gefahren zu erkennen und Lösungen für gesundheitsbewusstes Arbeiten zu entwickeln. Dabei arbeiten Sie eng mit Führungskräften, Beschäftigten und Fachabteilungen zusammen.
Wie ist die Weiterbildung aufgebaut?
Die Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit wird nach dem Ausbildungskonzept „Sifa 3.0“ der DGUV durchgeführt. Sie erwerben in Seminaren, selbstorganisiertem Lernen und Praxisphasen umfangreiches Wissen und Arbeitstechniken, die Sie optimal auf Ihre neue Verantwortung als Sifa vorbereiten.
Die Weiterbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit umfasst die
- Basisausbildung (Lernfeld 1 – 5) und einen
- branchenspezifischen Teil (Lernfeld 6) Ihrer Wahl.
Unsere zertifizierten Lernbegleiter*innen unterstützen Sie individuell mit eigener Praxiserfahrung als Fachkraft für Arbeitssicherheit. In nur 6,5 Monaten sind Sie fit für den beruflichen Alltag in Ihrer neuen Rolle im Unternehmen oder als Dienstleistende.
Welche Themen enthält die Weiterbildung?
Mit den Handlungssituationen A und B werden die angehenden Sifa‘s Schritt für Schritt auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet.
In Handlungssituation A – „Die Sifa startet in ihre neue Tätigkeit und bereitet sich auf die Vorstellung im eigenen Betrieb vor“ steht die Vorstellung im eigenen Betrieb im Fokus, d.h. neben inhaltlichen Aspekten geht es auch um die mediale Umsetzung der Vorstellung. Die angehende Sifa muss sich mit den Aufgaben und Rollenanforderungen auseinandersetzen. Sie reflektiert über ihre eigenen Beweggründe, Sifa werden zu wollen und nimmt auch die strukturellen Handlungsbedingungen in ihrem Betrieb in den Blick. Unabhängig ob sie neu im Betrieb ist oder eine neue Rolle einnimmt.
Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit haben nach § 6 ASiG die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit zu unterstützen. Aus diesem Grund ist für die angehende Sifa von größter Relevanz, frühzeitig, d. h. bereits während der Ausbildung, ein erstes Gespräch mit der obersten Leitung ihres eigenen Betriebs zu führen, um die zukünftige Zusammenarbeit zu besprechen. In Handlungssituation B – „Die Sifa hat einen Termin mit der obersten Leitung und bereitet sich auf das Gespräch vor.“ entwickelt die angehende Sifa Schritt für Schritt ein Verständnis für die Themen, welche Gegenstand des abschließenden Gesprächs mit ihrer obersten Leitung sein sollten. Dabei geht es auch um einen stetigen Abgleich mit den Bedingungen und dem Stand des Arbeitsschutzes im eigenen Betrieb, welcher in eine erste Beratungsstrategie mündet.
Im Lernfeld 2 steht die Entwicklung einer ganzheitlichen, systemischen Perspektive sowohl auf das Unternehmen und die Arbeitsschutzbelange als auch auf die eigene Beratungstätigkeit im Fokus.
Handlungssituation C – „Die Sifa erstellt eine erste Übersicht zum Stand des Arbeitsschutzes im Betrieb.“ erfordert von der Sifa, eine übergreifende Perspektive auf das Unternehmen als Ganzes einzunehmen. Sie muss sich mit den Anforderungen auseinandersetzen, wie der Zustand des Arbeitsschutzes für das gesamte Unternehmen erfasst und dargestellt werden kann. Dies erfordert sowohl den Blick auf die geeignete Organisation als auch den Blick auf die Arbeitsbedingungen. Für den Zustand der „geeigneten Organisation“ werden drei wesentliche Anforderungen (Integration in die Aufbauorganisation und in die Ablauforganisation und Arbeitsschutz als PDCA-Zyklus managen) bearbeitet. Zum Zustand der Arbeitsbedingungen erfolgt die Aneignung eines systematischen Vorgehens mit dem Beschreibungsmodell „Arbeitssystem“ und mit dem „Auflösungskegel“ zur Gewinnung der Gesamtperspektive auf die Arbeitsbedingungen im Unternehmen. Das Verständnis des Konzepts der Beurteilung der Arbeitsbedingungen wird entwickelt und aus verschiedenen Rollenperspektiven reflektiert. Eine erste Annäherung an die Gewinnung einer solchen übergreifenden Perspektive erfolgt über die Auseinandersetzung mit einem vorliegenden Jahresbericht (Unternehmen „BeiSpiel“) und dessen Aussagekraft zum Zustand des Arbeitsschutzes im gesamten Unternehmen. Dies wird im Unternehmen „BeiSpiel“ weitergeführt und durch entsprechende Bearbeitungen und Reflexionen der Aufgabenstellung in SOL und Praktikum 3 eingeübt und im eigenen Betrieb angewendet. Das Vorgehen erfordert verschiedene kommunikative Prozesse mit unterschiedlichen Gesprächspartnern. Die Kooperationspartner und -erfordernisse müssen identifiziert werden.
Handlungssituation D – „Die Sifa setzt Schwerpunkte für die eigene Tätigkeit im Betrieb.“ spiegelt diese Gesamtperspektive auf die Konsequenzen für das eigene effiziente und effektive Tätigwerden. Die Sifa soll erleben, dass aus der Gesamtperspektive bedarfsbezogen Handlungsfelder abzuleiten und in jedem Betrieb unter Berücksichtigung weiterer Handlungsanlässe anders zu priorisieren sind.
Im Lernfeld 3 steht die Aufgabe der Sifa, bei der Gefährdungsbeurteilung zu unterstützen, im Fokus. Die drei Handlungssituationen greifen verschiedene Aspekte auf.
Handlungssituation E – „Die Sifa informiert und sensibilisiert eine Führungskraft zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen.“ greift verschiedene Aspekte aus Lernfeld 2 (Zustand der Arbeitsbedingungen, Beurteilung der Arbeitsbedingungen, effektiv und effizient tätig werden) wieder auf und führt diese fort. Die Sifa entwickelt ihre Beratungsstrategie im Hinblick auf die kooperative Zusammenarbeit mit den Führungskräften und ihre Aufgabe nach DGUV Vorschrift 2 (Implementierung eines Gesamtkonzepts – zum Grundanliegen informieren und sensibilisieren) weiter.
Handlungssituation F – „Die Sifa unterstützt eine Führungskraft zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen.“ stellt den Kern des Lernfelds dar. Die Sifa eignet sich die ersten vier Schritte der Beurteilung der Arbeitsbedingungen an und übt diese ein. Neben der Weiterentwicklung des erforderlichen Know-hows steht auch die kooperative Zusammenarbeit mit den betrieblichen Partnern und die Selbstorganisation im Fokus.
In Handlungssituation G – „Die Sifa unterstützt bei der Einführung eines Gesamtkonzepts zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen.“ soll die Sifa die Erkenntnisse aus der Durchführung der Beurteilung für Unternehmen spiegeln. Die Beratungsstrategie wird im Hinblick auf eine unternehmensweite Strategie weiterentwickelt.
Im Lernfeld 4 steht die Aufgabe der Sifa, bei der Gestaltung von bestehenden und geplanten Arbeitssystemen zu unterstützen, im Fokus.
Handlungssituation H – „Die Sifa unterstützt Führungskräfte bei der Gestaltung bestehender Arbeitssysteme“ ist der Kern des Lernfeldes 4. Sie knüpft an das Lernfeld 3 und die dort bereits durchlaufenen Schritte zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen an. Die Sifa eignet sich die Schritte 5 und 6 der Beurteilung der Arbeitsbedingungen an und übt diese ein. Neben der Weiterentwicklung des erforderlichen Know-hows steht auch die kooperative Zusammenarbeit mit den betrieblichen Partnern, die Reflexion der eigenen Rolle und die Selbstorganisation im Fokus.
Handlungssituation I – „Die Sifa unterstützt bei der Planung neuer Arbeitssysteme“ ist als Einschub zu verstehen. Bevor die Sifa ihr betriebliches Projekt und damit auch die Handlungssituation H zur Gestaltung bestehender Arbeitssysteme fortsetzt, befasst sie sich in einem Planspiel mit Planungsprozessen und der Gestaltung eines neuen Arbeitssystems.
Im Lernfeld 5 steht die Aufgabe der Sifa, die oberste Leitung bei der Schaffung einer geeigneten Organisation zu unterstützen, im Fokus.
Handlungssituation J – „Die Sifa unterstützt die oberste Leitung bei der Schaffung einer geeigneten Organisation und entwickelt eine Vorgehensweise“ knüpft an das Praktikum im Lernfeld 2 an. Die Sifa setzt an den dort erzielten Ergebnissen zum Stand der geeigneten Organisation im eigenen Betrieb an und nimmt eine Konkretisierung der Ergebnisse vor (Entwicklung einer Vorgehensweise zur Analyse und Beurteilung des Stands der geeigneten Organisation hinsichtlich Management von Sicherheit und Gesundheit sowie Präventionskultur).
Handlungssituation K – „Die Sifa unterstützt bei der Ausgestaltung der Organisation“ führt die Ergebnisse aus dem Lernfeld 2 für das Unternehmen BeiSpiel weiter: Die Sifa übt die Schritte zur Ableitung des Handlungsbedarfs erneut ein und entwickelt ein Konzept zur Umsetzung und Implementierung von geeigneten Maßnahmen.
Handlungssituation L – „Die Sifa berät die oberste Leitung zur Implementierung des Arbeitsschutzes in die betriebliche Organisation“ stellt den dritten Schritt dar: Die Beratung der obersten Leitung. Die Sifa greift auf ihre (auf den eigenen Betrieb bezogenen) Ergebnisse aus der Handlungssituation J zurück und berät die oberste Leitung exemplarisch zu Handlungsbedarfen, Zielen, Konzepte und möglichen Maßnahmen.
Am Ende steht die LEK 5, in der sowohl das im Rahmen des betrieblichen Projekts gezeigte Know-how, als auch die Beratungs- und Moderationsperformance der Sifa im Rahmen der Bearbeitung von Praxisbeispielen im Seminar bewertet werden.
Die branchenspezifische Ausbildung beruht auf der DGUV Vorschrift 2 der jeweiligen Unfallversicherungsträger.
CQ wird voraussichtlich die Branchenabschlüsse Bau, Holz und Metall, Nahrungsmittel und Gastgewerbe sowie Rohstoffe und chemische Industrie anbieten.
Die Lernerfolgskontrollen (LEK) 1 – 4 sind Abgabeprüfungen. D.h. die schriftliche Ausarbeitung wird in der Sifa-Lernwelt hochgeladen.
Die LEK 5 ist eine Präsenz-Prüfung am jeweiligen Lehrgangsort (Berlin oder Ludwigshafen). Die LEK 6 wird je nach Branchen ausgestaltet.
Nächste Termine Berlin
23.01.2026 - 11.08.2026
20.03.2026 – 11.11.2026
28.08.2026 – 24.03.2027
Nächste Termine Ludwigshafen
12.06.2026 - 27.01.2027
08.12.2026 – 07.07.2027
Preis und Umfang
11.000,00 €, MwSt.-befreit
Lernfeld 1-5: 130 Tage live-online, Präsenz bzw. selbstorganisiertes Lernen und betriebliche Praxis
Lernfeld 6: Branchenspezifisch
Unterrichtssprache: Deutsch
100 % Förderung mit Bildungsgutschein (BGS)
der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters möglich
Tipps und Informationen
- Die Weiterbildung findet überwiegend live-online via Zoom statt, ausgewählte Seminartage in Präsenz an unseren Standorten. Außerdem haben Sie Zeiten für selbstgesteuertes Lernen. Informieren Sie sich über den Ausbildungsablauf.
- Sie interessieren sich auch für die Ausbildung Brandschutzbeauftragte*r oder Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator*in (SiGeKo)? Lassen Sie sich durch uns beraten.
- Empfehlen Sie uns weiter und sichern Sie sich Ihren Prämiengutschein im Wert von 100 €.
Ansprechpartner*innen
Cornelia Kemter
Sonja Bernhardt
Tipps und Informationen
- Die Weiterbildung findet überwiegend live-online via Zoom statt, ausgewählte Seminartage in Präsenz an unseren Standorten. Außerdem haben Sie Zeiten für selbstgesteuertes Lernen. Informieren Sie sich über den Ausbildungsablauf.
- Sie interessieren sich auch für die Ausbildung Brandschutzbeauftragte*r oder Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator*in (SiGeKo)? Lassen Sie sich durch uns beraten.
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Cornelia Kemter
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